5 Gründe, warum ich über mein Leben mit meinen Labrador-Mädls blogge


Als ich im Jänner 2021 mit der Website für unsere Zuchtstätte vom Rottalmoos begonnen habe, dachte ich, ich mach was ganz Kleines. Eine übersichtliche Plattform, wo Interessenten alles Wesentliche über Emma und unseren ersten Wurf finden. Aber kennt Ihr das Sprichwort, wonach der Appetit beim Essen kommt?

So ist es mir gegangen. Kaum hatte ich begonnen zu recherchieren, mit welchem Programm ich am einfachsten eine Website erstellen kann, sind auf meinen Social Media Accounts zahllose How-To-Webinare zu Fotografie, Instagram und Bloggen aufgetaucht. Ich habe sie alle absolviert – und der Appetit darauf, das alles einmal selbst auszuprobieren, ist mit jedem Webinar gewachsen.

Das Bloggen hat mich besonders gefangen, weil es nicht so vergänglich ist wie ein Post auf Social Media, weil es ein bisschen mehr Nachdenken erfordert als ein Quickshot auf Instagram und weil ich selbst schon viele wertvolle Infos und interessante Ansichten auf den Blogs anderer gefunden habe.Also habe ich überlegt, ob es Gründe für mich gibt, selbst einen Blog zu starten – und ich habe tatsächlich fünf gefunden.

1. Schreiben hilft mir, meine Gedanken zu ordnen

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Es gibt Menschen, die sehen ein Problem, entwickeln eine Lösung und setzen sie um. Geradeaus, keine Umwege, kein Herumgerede. Hier das Problem, dort die Lösung. Fertig.

Zu diesen Menschen gehöre ich nicht. Ich bin Weltmeisterin im Grübeln. Wenn ich ein Problem sehe oder ein Thema habe, das mich sehr beschäftigt, dann wird es hin und her gerollt, von hinten nach vorne gedreht, von oben nach unten gewendet. Da gehen die Gedanken im Kreis und ich komme zu keinem Ende – bis ich anfange sie niederzuschreiben.

Ich kann nicht sagen, wie genau sich das entwickelt, aber beim Schreiben beginnt sich ein roter Faden herauszuschälen und mich meiner Lösung oder der Antwort auf eine Frage näher zu bringen. Genau dafür ist dieser Blog gedacht: meine Gedanken über das Leben mit unseren Hunden zu ordnen und diese Gedanken mit euch zu teilen.

2. Den Augenblick genießen lernen

Die Grübler unter euch werden mir zustimmen. Es ist schwierig, im Hier und Jetzt zu leben, nicht darüber nachzudenken, was gestern war und was morgen kommt.

Emma ist da völlig anders. Sie lebt im Moment und kümmert sich keinen Deut um das, was kommt. Als Hündin kann sie diese Lebensphilosophie zur Perfektion treiben, weil sich ohnehin jemand anderer darum kümmert, dass der Futternapf morgen wieder voll ist.

Als Mensch und Zuständige für diesen vollen Futternapf ist das nicht so einfach. Aber trotzdem, ein kleines Scheibchen könnte ich mir schon von dieser Haltung abschneiden. Ob mir das gelingt, werden wir sehen, wenn ich in diesem Blog meine Gedanken ordne.

3. Die vielen wundervollen Erlebnisse in Erinnerung behalten

Vicco von Bülow aka Loriot hat uns eines der bemerkenswertesten Zitate über Hundehaltung geschenkt: „Ein Leben ohne Mops ist denkbar, aber sinnlos.“

Mir ist natürlich bewusst, dass Nicht-Hunde-Halter bei einem solchen Satz nur den Kopf schütteln. Aber Fakt ist, dass viele besonders schöne und emotionale Momente meines Lebens mit meinen Hunden verbunden sind und ich möchte nicht, dass ich sie vergesse. Deshalb werde ich sie in diesem Blog festhalten.

Vielleicht habt ihr ähnliche Momente erlebt, vielleicht bringen euch meine Erinnerungen zum Schmunzeln oder ihr denkt, ich bin total verrückt – egal. Hauptsache die Erinnerungen bewegen etwas.

4. Manches bleibt gleich, vieles wird besser – hoffentlich

Emma ist das erste Labi-Mädel in unserer Familie. Sie ist 2016 zu uns gekommen. Wir sind den Züchtern Renate und Stefan Gaal und den Danube Boondocks immer noch unermesslich dankbar dafür, dass sie uns dieses kleine Wesen damals anvertraut haben.

Appolonia aka Polly

Im April 2021 hat Emma selbst sechs zauberhafte Welpen zur Welt gebracht, fünf Buben und ein Mädel. Dieses Mädel wird Polly heißen, bei uns bleiben und in die Fußstapfen ihrer Mutter treten – und sie vielleicht eines Tages sogar überflügeln.

Emma hat es nicht wirklich leicht mit mir als Hundeführerin, das muss ich gestehen. Sie hat viele Anfängerfehler ertragen müssen und hat sie mir alle verziehen. Dafür gebühren ihr Unmengen an Streicheleinheiten und Leckerlis.

Bei ihrer Tochter hoffe ich, diese Fehler nicht zu wiederholen – wahrscheinlich werde ich andere machen. Dieses gemeinsame Lernen und Wachsen will ich hier beschreiben. Vielleicht könnt ihr daraus eigene Schlüsse ziehen – oder mir aufgrund eurer Erfahrungen Tipps geben.

5. Was mich begeistert, was mich irritiert

Seit ich mit Emma zu Dummytrainings und jagdlichen Ausbildungen fahre, habe ich so viele wundervolle Menschen kennen gelernt, die ich ohne dieses wunderschöne Hobby nie getroffen hätte. Diese Begegnungen, aus denen sich einige zu wunderbaren Freundschaften entwickelt haben, empfinde ich als Geschenk und bin zutiefst dankbar dafür.

Ich muss aber auch zugeben, dass mich manches irritiert, wenn es um unsere Hunde und unser Zusammenleben mit ihnen geht. Diese irritierenden Themen möchte ich auf meinem Blog gerne zur Diskussion stellen, eure Erfahrungen und Meinungen kennen lernen, einen Austausch beginnen, von dem vielleicht auch andere profitieren können.

Eines möchte ich von vornherein klarstellen: Ich bin keine ausgebildete Hundetrainerin, ich bin keine Tierärztin – ich bin eine interessierte Laiin mit einer großen Liebe zu ihren Hündinnen. Deshalb ist alles, das ich in meinem Blog schreibe, meine persönliche Meinung, basierend auf Erlebtem, Erlesenem und Erzähltem – und ich freue mich darauf, im Austausch mit euch noch ganz viel dazuzulernen.

Wir sehen uns beim Training, auf Instagram, Facebook oder lesen in den Kommentaren voneinander. Darauf freuen wir uns schon

Susanne, Emma und Polly

Autor: Susanne Senft

Mein Name ist Susanne Senft. Ich wohne in Wien und im Waldviertel, arbeite als PR-Beraterin und Schreibtrainerin, züchte Labrador Retriever und bin ehrenamtliche Mitarbeiterin von Wiens mobilem Kinderhospiz MOMO.

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